Herr Cordsen, seit 2008 setzen Sie in Ihrer Klinik den Aquarider® ein. Was hat Sie damals zu diesem Schritt bewogen?
D.C.: Wir waren auf der Suche nach innovativen Möglichkeiten, um unsere Therapieangebote im Bereich der medizinischen Trainingstherapie im Wasser zu erweitern. Der Aquarider® hat uns damals überzeugt, weil er Stabilität, Sicherheit und Flexibilität im Therapiebecken kombiniert.
In welchen Bereichen kommt das Gerät bei Ihnen zum Einsatz?
D.C.: Gerade als Ergänzung zu den aktiven Bereichen, die zu einem Rahmenprogramm gehören, sehe ich die Stoffwechselpatienten gut mitgenommen. Der Unterhaltungsfaktor und die aktive Umsetzung im Wasser, sportlich sowie koordinativ, mit Ausdauerinhalten zu erleben, macht dieses Klientel positiv anfällig für diesen Sport. Die Adipositas Gruppen lieben das Gerät und die Rückmeldungen sind überdurchschnittlich positiv. Als gewinnbringende Aktivität im Sinne von Sport, Spaß und gesteuerter Bewegungsintensität, ist dieses Sportgerät nicht mehr wegzudenken.
Wie sieht die Akzeptanz bei Ihren Patient:innen aus?
D.C.: Sehr hoch. Viele empfinden das AquaCycling als motivierend, da der Nachhall dieser Therapie für die Patienten spürbar ist. An Nachmittagen mit Ergometertraining an Land, an denen zuvor AquaCycling stattgefunden hat, steht eine regenerative Einheit auf dem Programm, da sich ein positiver Erschöpfungszustand eingestellt hat. Der Patient erreicht dann insgesamt ein hohes Aktivitätsniveau. Dieser positive Zustand nimmt auch die Angst davor, dass Sport immer nur anstrengend sei, und mindert die Hemmung gegenüber Bewegung, welche zuvor als unangenehm besetzt war. Angestrebt wird eine gewinnbringende Bewegung – mit hohem Profit für Körper und Geist, optimaler Trainingsausbeute und entsprechenden Effekten.
Und wie ist die Rückmeldung von Seiten Ihrer Therapeut:innen?
D.C.: Unsere Therapeut:innen schätzen vor allem die einfache Handhabung, die Anpassungsfähigkeit und die hohe Stabilität des Aquariders®. Er lässt sich gut in bestehende Abläufe integrieren, und der Einstieg für Patient:innen ist problemlos.
Welche Rolle spielt der Aquarider® im Therapiekonzept Ihrer Klinik heute?
D.C.: Er ist fester Bestandteil unseres Bewegungskonzepts im Wasser. In Kombination mit anderen aquatischen Therapieformen ergänzt er das Spektrum sehr sinnvoll – in Einzeltherapie als auch in Kleingruppen.
In über 15 Jahren Nutzung – welche Entwicklung haben Sie mit dem Aquarider® erlebt?
D.C.: Das Gerät hat sich als sehr robust erwiesen. Wartungsarm, zuverlässig und durch die Langlebigkeit ökonomisch sinnvoll – das ist im Klinikalltag Gold wert.
Frau Hinkerode, viele Menschen mit Adipositas scheuen sich vor Bewegung – zu groß ist die Angst vor Überforderung oder Schmerzen. Wie erleben diese Personen das Training mit dem AquaJumper® [plus]?
I.H.: Das ist tatsächlich einer der stärksten Aspekte des AquaJumpers® [plus]. Im Wasser ist man schwerelos – und genau das gibt vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Adipositas zum ersten Mal wieder das Gefühl, sich frei bewegen zu können, ohne dass Gelenke oder Kreislauf sofort überfordert sind. Viele berichten, dass sie sich zum ersten Mal seit Jahren wieder „leicht“ fühlen. Die Bewegung im Wasser auf dem AquaJumper® [plus] ist enorm motivierend und macht den Einstieg in regelmäßige Bewegung deshalb zugänglicher.
Welche Rolle spielt der AquaJumper® [plus] im Vergleich zu klassischen Aqua-Fitness-Angeboten?
I.H.: Der Unterschied ist enorm. Der AquaJumper® [plus] bringt durch die federnde Plattform ganz neue Impulse ins Training – sowohl koordinativ als auch muskulär. Der Spaßfaktor ist hoch, die Belastung aber kontrollierbar. Das Schöne ist: Nicht nur adipöse Menschen profitieren davon, auch RehaPatienten oder einfach Fitnessbegeisterte, die ihre Tiefenmuskulatur gezielt ansprechen wollen, erleben ein sehr effektives, aber gelenkschonendes Training. Es ist ein echter Allrounder.
Herzlichen Dank für das Interview.



